Nullzinspolitik – qou vadis?

Die Preisspirale im Immobilienbereich schraubt sich immer weiter nach oben – der Grund: die vielfach diskutierte Nullzinspolitik der EZB. Private Bankkunden müssen sich voraussichtlich auf eine Weitergabe der Negativzinsen gefasst machen. Und auch günstige Kredite werden vermutlich demnächst der Vergangenheit angehören, denn gemäß den Experten, werden die Zinssätze künftig steigen.

Nullzinspolitik – Immobilienblase ist wahrscheinlich

Eigentlich sollte die Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank die Wirtschaft anregen – stattdessen bereitet sie inzwischen auch den privaten Anlegern Kopfschmerzen. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass auch private Bankkunden demnächst für ihre Einlagen zur Kasse gebeten werden mit negativen Zinsen rechnen müssen. Gemäß den Experten hat sich die Kreditvergabe nicht verändert oder das Kreditvolumen ist gestiegen.

Mit Problemen ist besonders bei den Wohnungsbaukrediten zu rechnen, die gemäß dem Spiegel so stark gewachsen sind wie seit 13 Jahren nicht mehr – 3,5 Prozent! Ende 2015 wurde mit 1.230 Milliarden Euro ein neuer Rekord erzielt. Es wird eine Immobilienpreisblase befürchtet! Besonders wegen der Gefahr einer anstehenden Zinswende und dem daraus resultierenden Zusammenbruch des Immobilienmarktes sollten Verbraucher Immobilienkredit Entscheidungen sehr gut abwägen – besonders dann, wenn es um Kredite mit sehr langen Laufzeiten geht.

Folgen der EZB Beschlüsse für den Verbraucher

Lebensversicherungen
Die Lebensversicherungen leiden schon seit einiger Zeit unter den Niedrigzinsen und werfen daher immer weniger ab. Denn sie legen das Geld ihrer Kunden überwiegend in Staatsanleihen an, da sie als besonders sicher gelten. Wegen der EZB Geldpolitik werfen diese aber entweder gar nichts mehr, oder kaum noch etwas ab. Daher sinkt die laufende Verzinsung aus Überschussbeteiligung und Garantiezins und den Versicherern fällt es bereits jetzt schwer, ihre hohen Garantieversprechen der Vergangenheit einzuhalten. Jetzt kommt auch noch der Negativzins hinzu!

Gebühren der Banken und Dispozinsen
Geldinstitute werden künftig vermutlich ebenfalls dazu gezwungen sein, an ihrer Gebührenordnung zu drehen. Die Banken überlegen derzeit, wie sie gegen die Ertragsverluste aus den Niedrigzinsen arbeiten – daher gibt es durchaus auch Überlegungen, die Konditionen anders zu gestalten. Die Banken müssen schauen, womit sie nun ihr Geld verdienen, wenn ein großer Teil ihrer Einnahmen zusammenbricht. Das könnte auch die vielfach von Verbraucherschützern kritisierten überhöhten Dispozinsen begründen.

Zinsen auf Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld
Der Liebling der deutschen Sparer – das Sparbuch – wirft schon seit geraumer Zeit nichts mehr ab. Vor allem Verbraucher, die in sichere Anlageprodukte wie Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld investieren, sind von der Zinspolitik betroffen. Die Negativ-Zinswelt dehnt sich problematisch weiter aus!

Günstige Kredite
Noch profitieren Immobilienbesitzer und andere Kreditnehmer von den günstigen Krediten – für sie hatte die Geldpolitik bislang nur Vorteile. Experten warnen allerdings bereits jetzt: werden die Zinsen noch negativer, so werden Banken vermutlich höhere Zinsen für Kredite verlangen.

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